Bauen unterm Zelt: Hausbau bei Regen, Eis und Schnee

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Baustellen, die im Winter still liegen und der Witterung schutzlos ausgesetzt sind, gehören bei uns schon lange der Vergangenheit an. Wie das geht, zeigen wir mit dem innovativen „Hausbau unterm Zelt“.
Die beste Jahreszeit zum Bauen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Hausbau auch bei Minusgraden

Unsere traditionell Stein auf Stein gebauten Häuser können selbst bei Minusgraden und Schneetreiben in gewohnt drei Monaten gebaut werden. Der „Trick“ dabei ist ganz einfach: Die Häuser werden unter haushohen mobilen Zelten gebaut, die zudem noch beheizt und beleuchtet werden können. 

Handfeste Vorteile für Bauherren

320 m² beträgt die Grundfläche eines Zeltes

Bislang mussten die Bauherren üblicherweise das Ende des Bodenfrosts abwarten, um mit dem Bau zu beginnen. Oder es wurde vor dem Wintereinbruch mit dem Hausbau begonnen – aber der Rohbau blieb ungeschützt bis zum Frühjahr stehen. Die Folge: Der Bau saugt sich voll mit Niederschlagswasser und braucht Monate, um wieder auszutrocknen. Mit dem neuartigen Bauen unterm Zelt haben die Bauherren nun handfeste Vorteile:

  • Das Haus wird – egal wann und zu welcher Jahreszeit man anfängt – zum vorgegebenen Zeitpunkt fertig gestellt.
  • Es bleibt bei einer kurzen Bau- und damit auch Finanzierungsphase, die bares Geld sparen hilft.
  • Der Bau wird durch das Zelt vor jeglichen Niederschlägen geschützt und durch die zusätzliche Beheizung auch bei Wind und Wetter absolut trocken fertig gestellt.

Ganzjährige Beschäftigung für Handwerker

Anlieferung der Zeltplanen. Die Plane des Zeltes über die komplette Fläche hat eine Größe von 1.000m².

Dieser Punkt ist auch für die am Bau arbeitenden Handwerker ein großer Vorteil: Sie arbeiten windgeschützt und im Trockenen bei stabilen Temperaturen, was ihrer Gesundheit äußerst zuträglich ist. Weitere Pluspunkte des Winterbaus: Die Handwerker vor Ort und die Zulieferer können ganzjährig weiterarbeiten und sind nicht mehr von jahreszeitlich bedingter Arbeitslosigkeit bedroht. Dort, wo sonst mindestens zwei Monate Stillstand üblich waren, bleibt die Wirtschaft in Bewegung mit der Folge, dass der bis zu 50prozentige Anstieg der Arbeitslosigkeit am Bau in Zukunft nachhaltig gesenkt werden kann. Da alle am Bau Beteiligten von der ganzjährigen Auslastung profitieren, entstehen durch das Bauen unterm Zelt keinerlei Mehrkosten für die Bauherren. Ob Bauherren im Juli oder im Januar bauen, spielt preislich überhaupt keine Rolle.

Rohbau im Zelt. Die ersten Mauern sind errichtet. Die Zelte sind beheizt und beleuchtet, um optimales Arbeiten zu ermöglichen.

Beim Anliefern des Dachstuhls wird das Zelt einfach auseinander geschoben und anschließend wieder verschlossen.

Anlieferung von Baumaterialien mit Hilfe eines Krans. Das Gesamtgewicht eines Zeltes liegt bei rund 10 Tonnen.

Kommentare:

  • Marcel schreibt am 26. April 2017, 00:52

    Das ist schon sehr beeindruckend. Ab wann wird ein solches Zelt eingesetzt und wie oft passiert das? Und warum bieten das nicht alle an?

    Grüße vom https://www.rahlstedt-bautagebuch.de

  • Viebrockhaus Redaktion schreibt am 26. April 2017, 14:42

    Hallo Marcel,

    im November nehmen unsere Baubetriebe die Planung für die Winterbaustellen auf. Es wird geprüft, welches Bauvorhaben sich für das Bauen unter dem Zelt eignet. Verschiedene Kriterien wie Haus- und Grundstücksgröße, Beschaffenheit des Grundstücks und die Windlastzone müssen stimmen, damit ein Zeltbau möglich ist. Davon hängt auch die Anzahl der Zeltbaubstellen pro Jahr ab. Die Frage, warum nicht mehr Bauunternehmen diesen Service anbieten, richten Sie bitte an die anderen Bauunternehmen:-).

    Viele Grüße,
    S. Stolley