Planen für den magischen Moment

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In Hirschberg entsteht ein neues Musterhaus – das Doppelhaus Maxime 1000 D. Wie wird aus Architektenplänen und Computerzeichnungen ein Haus, in dem man sich spontan wie zu Hause fühlt? Wir haben den drei Planerinnen über die Schulter geschaut.
Wer ein Musterhaus einrichten will, muss viele Materialkataloge wälzen. Die Anregungen daraus werden markiert und in eine sorgsam zusammengestellte Auswahl übertragen.

 

Wir haben das alle schon erlebt: Wir betreten ein Haus und wissen innerhalb weniger Momente, ob wir uns wohlfühlen oder nicht, ob wir uns darauf einlassen oder lieber gleich wieder hinausgehen wollen. Ja, nur ein paar Sekunden entscheiden über Sympathie oder Ablehnung – und wer wüsste besser um diesen wichtigen ersten Eindruck als Sigrid Wrocklage: Sie ist bei Viebrockhaus verantwortlich für die Gestaltung der Musterhäuser.

Sigrid Wrocklage (links) ist seit 2007 für die Ausstattung der Musterhäuser verantwortlich. Vorher hat sie 10 Jahre Kunden bei der Bemusterung beraten.

»Die Farben, die Möbel, die kleinen Details, die ich im ersten Augenblick wahrnehme, sind ungemein wichtig«, so erlebt sie es seit vielen Jahren. Natürlich will sich jeder Besucher eines Musterhauses von Viebrockhaus vor Ort von der massiven Bauweise, der Qualität der verwendeten Materialien, dem guten Grundriss und der perfekten Bauausführung überzeugen. »Sind die wirklich so gut, wie alle behaupten?« Dass die Antwort »Ja« lautet, muss jedes Musterhaus aufs Neue beweisen. Aber insgeheim hofft auch jeder der vielen Tausend Besucher, die Jahr für Jahr durch die Parks von Viebrockhaus strömen, auf diesen einen magischen Moment – dass er ein Haus betritt und nach wenigen Augenblicken weiß: »Hier bin ich angekommen. Das wird mein Zuhause.« Das ist der Anspruch, den Sigrid Wrocklage und ihr Team an sich haben, wenn es an die Gestaltung eines Musterhauses geht. »Wir stellen uns ganz konkrete Menschen vor, denen wir das perfekte Zuhause gestalten wollen. « Für das Maxime 1000 D, das im Januar im Musterhauspark Hirschberg eröffnet wird, ist es die junge Familie, die ins Wohneigentum startet und sich den teuren Baugrund mit einem Doppelhauspartner teilt. Die strategische Planung beginnt. In Südhessen werden Häuser zumeist mit Putzfassade gebaut. Allerdings beginnen auch die Menschen dort, Viebrockhaus für seine schönen, beständigen Klinkerfassaden zu schätzen. Kluge Wahl des Musterhaus-Teams: die immer beliebtere Wechselfassade, die Putz und Klinker auf attraktive Weise miteinander verbindet.

Anne Alpers-Jahnke ist Innenarchitektin. Wie man anspruchsvolle Kunden zufriedenstellt, hat sie unter anderem auch bei der Gestaltung von Hotels gelernt.

Nun geht es an Ausstattung und Einrichtung. Wie sie dabei vorgeht, berichtet Anne Alpers-Janke. »Wir erleben, dass die Menschen sich in die Natur zurück sehnen, dass sie natürliche Gestaltungen lieben. Das Thema ‚Chalet’ repräsentiert diese Sehnsucht sehr schön, und deswegen haben wir Materialien wie Holz, Leder und Fell als Leitmotive ausgewählt.« Manchmal hilft ein glücklicher Zufall bei der Auswahl, wie Anne Alpers-Janke erzählt: »Während eines Besuchs bei Villeroy & Boch, der mitten in die Planung des Maxime 1000 D fiel, haben wir eine tolle Fliese in Holzoptik namens ‚Lodge’ in unser Sortiment aufgenommen. Die zeigen wir sofort im neuen Musterhaus.« Sie strahlt: »Die Fliese kostet unsere Kunden keinen Aufpreis. Für Viebrockhaus ist es natürlich toll, so eine hochwertige und brandneue Fliese sofort inklusive anbieten zu können. «Sigrid Wrocklage ergänzt: »Wir werden ja von Kunden für unsere Fairness sehr geschätzt – deswegen wollen wir die Musterhäuser nach Möglichkeit mit Materialien ausstatten, die zum Hauspreis gehören.« Das sei aber kein Dogma. »Schließlich gönnen sich die meisten unserer Kunden beim Einrichten und Gestalten einen kleinen Luxus.« Das gelte auch für die WOHNIDEE-Häuser, in denen die Redaktion der Zeitschrift Highlights präsentiert. Aber es gilt ja nicht nur, Klinker, Dachziegel, Fußbodenbeläge, Fliesen und Türen auszuwählen – in ein Musterhaus gehören natürlich auch Möbel.

Naturmaterialien und sanfte Erdtöne werden die Einrichtung des Maxime 1000 D prägen.

Die sucht das Team von Sigrid Wrocklage gemeinsam mit ortsansässigen Möbelhäusern aus. »Eine Innenarchitektin stellt uns viele Vorschläge zusammen. Trotzdem brauchen wir immer wieder viel Geduld vor Ort, um die wirklich perfekte Lösung zu finden. Unsere Kunden legen nun mal Wert auf ein hohes Niveau – das muss unser Anspruch sein.« »Das Design-Bewusstsein ist sehr ausgeprägt«, hat Anne Alpers-Janke beobachtet. »Die Frage ‚Wie will ich eigentlich wohnen?’ ist heute viel wichtiger als noch vor einigen Jahren. «Und es sind vor allem die Frauen, die entscheiden, sagt Sigrid Wrocklage.

Mithilfe von Collagen und Proben visualisieren die Expertinnen die spätere Wirkung.

Mit seinen sanften Farbtönen, der weißen Geschosstreppe, den vielen weichen Materialien nimmt das neues Musterhaus in Hirschberg diese Bedürfnisse auf. Und zeigt zugleich, was Trend werden wird: »Natürlich wollen wir hoch aktuell sein«, stellt Sigrid Wrocklage selbstbewusst klar. Deswegen gehört eine Vielzahl von Architektur- und Einrichtungszeitschriften zur Pflichtlektüre der Planerinnen. »Es macht einfach großen Spaß, Vorreiter zu sein und den zukünftigen Bauherren die ideale Lösung für ihr zukünftiges Zuhause nahezubringen.« Ob das gelingt, können sie und ihr Team unmittelbar überprüfen – indem sie einfach in die Bemusterungslisten der später verkauften Häuser schauen.

Susanne Karrasch ist Architektin. Sie weiß, welche bedeutende Rolle der perfekte Grundriss bei der Zufriedenheit mit dem eigenen Haus spielt.

»Wenn wir sehen, dass von unseren Bauherren dieselben Bodenbeläge, dieselbe Sanitärkeramik, dieselben Türen bestellt werden wie die im Musterhaus, wissen wir: Alles richtig gemacht. Das ist eine große Bestätigung.« Freilich können Sigrid Wrocklage, Anne Alpers-Janke und ihre neue Kollegin Susanne Karrasch noch so präzise geplant haben: Wenige Tage vor Eröffnung des Musterhauses überprüfen sie noch einmal bis ins kleinste Detail, ob auch wirklich alles stimmt und begeistert. »Wenn die Möbel kommen und dem Haus seinen ganz eigenen Charakter verleihen – das ist immer wieder ein tolles Erlebnis.« Wobei sie erst zufrieden sind, wenn wirklich jeder Farbton passt. »Unser Maler muss manchmal spontan zur Stelle sein«, erzählt die Teamleiterin lachend.

Endspurt zur Eröffnung. Ist auch diese Arbeit erledigt, stimmen die Farben, stehen die Möbel am richtigen Platz, sind die Vorhänge drapiert und die Regale dekoriert – dann wird es richtig aufregend. Die Eröffnung steht an, die Vorgesetzten und Kollegen nehmen das Haus zum ersten Mal in Augenschein, kommen die ersten Interessenten, die Bauherren werden möchten. »Springt der Funke über?« Das Lampenfieber wächst, ein wenig aufgeregt sind Sigrid Wrocklage, Anne Alpers-Janke und Susanne Karrasch trotz ihrer Erfahrung dann doch. Sie wissen ja: Auf wenige Sekunden kommt es an.


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