Reportage vom NDR online

21. August 2013

Gustav und Andreas Viebrock zeigen dem NDR-Team die Bauepoche zur Gründungszeit 1954 in Harsefeld.

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Bisher wurde es noch nicht nachgezählt: Aber von den 15.000 Einwohnern des Fleckens Harsefeld wohnt ein großer Teil in einem Viebrockhaus. Gleich nach der Unternehmensgründung hat Maurermeister Gustav Viebrock damit begonnen, für die Bewohner und die Neuzugezogenen Einfamilienhäuser zu bauen. Für den heute noch aktiven 84-jährigen Gustav Viebrock galt schon damals, was auch seinen Sohn Andreas Viebrock, der seit 1984 die Geschicke des Unternehmens leitet, die Richtung vorgibt: „Geht nicht, gibt’s nicht“.

So hat Maurermeister Gustav Viebrock mit seinen Maurern seit den fünfziger Jahren nicht nur Einfamilienhäuser in bester Qualität errichtet. Er verhalf auch vielen Flüchtlingsfamilien aus dem Osten, sich ein eigenes Haus leisten zu können. Gustav Viebrock fuhr persönlich zu den Behörden und stellte die Anträge auf Fördergelder, so dass der Neuanfang im Westen klappen konnte. Bis heute sind ihm seine Bauherren dankbar, bei vielen wurde er Trauzeuge und Taufpate und ist bis heute ein gern gesehener Gast. Ganze Straßenzüge entstanden so mit Viebrockhaus an Viebrockhaus. Die Namen Sudetenstraße, Danziger Straße, Königsberger Straße u.v.m. dokumentieren bis heute die Herkunft vieler Bewohner.

So wohnen Hans und Lisa Ulatowski seit dem 5. Oktober 1962 in ihrem Viebrockhaus, ermöglicht durch den Einsatz von Gustav Viebrock und ein sogenannten „Aufbaudarlehen für Flüchtlinge“. Die mittlerweile auch schon betagten Bewohner zeigen den Zuschauern voller Stolz ihr schmuckes Haus und erzählen ihre ganz persönliche Geschichte, wie sie aus dem Nichts heraus den Neuanfang wagten.

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