Ein Haus wie maßgeschneidert

Als das erste Kind der Broermanns unterwegs war, fiel die Entscheidung für ein eigenes Haus: ein Maxime 300. Dank des um einen Meter verlängerten Grundrisses genießt die heute vierköpfige Familie 160 Quadratmeter Wohnfläche.

Familie Broermann
Glückliche Familie: Der große Wohnbereich ist der Lieblingsplatz der vier Broermanns. Der Grund für den Hausbau sitzt auf Mamas Schoß.

»Im Dachgeschoss haben wir den Eingang zu einem der Kinderzimmer diagonal verlaufen lassen, um zusätzliche Fläche für das Zimmer zu gewinnen. Diese Lösung lief bei uns unter dem Motto: Willst Du mehr, zieh’ die Wand quer«

Jens Broermann

Was den Platz angeht, fühlt sich Familie Broermann heute wie im Paradies. In ihrem neuen Haus misst allein der Wohn-Ess-Bereich schon mehr als 50 Quadratmeter. »Die offene Küche war für uns ein Muss«, erzählt Nicole Broermann, »Früher hatten wir eine Küche am Ende des Flures. Das brachte nur Nachteile: Derjenige, der kochte, war immer von den anderen im Wohnzimmer getrennt.« Jetzt wirbelt das Paar mit den Töpfen und behält dabei die beiden kleinen Töchter (ein und drei Jahre alt) immer im Blick. Kein Wunder, dass der schöne, helle Raum mit dem ovalen Esstisch der Lieblingsplatz der ganzen Familie ist. Ein Hingucker ist die zweiflügelige, teilweise verglaste Tür zur Diele. Sie verläuft diagonal, was dem Wohn-Ess-Bereich mehr Fläche und Großzügigkeit verleiht. Eine gute Idee, denn schließlich entschieden sich die Bauherren für einen Grundriss mit zusätzlichem Gästezimmer im Erdgeschoss, das auch als Homeoffice genutzt werden kann.

Bevor sie in ihr Haus einzogen, bewohnten die Broermanns eine Drei-Zimmer-Dachgeschosswohnung zur Miete, auch schon im Großraum Hamburg. Den Gedanken, eine Bestandsimmobilie zu kaufen, legte das Paar damals aber schnell wieder ad acta, da ihnen das zu teuer und mit zu vielen Kompromissen verbunden war. Also fiel die Entscheidung zugunsten eines Neubaus. »Als unsere erste Tochter unterwegs war, fingen wir an, uns intensiv mit dem Thema zu befassen«, erzählen die beiden, »und als sie geboren wurde, hatten wir kurz zuvor das Grundstück gekauft.« Immer wieder schauten sie sich Haushersteller an. »Viebrockhaus wurde uns von Freunden und Verwandten empfohlen, die mit dem Unternehmen sehr zufrieden waren«, berichtet das Paar.

Doppelt gewendete Treppe nach oben
Hingucker: Im Eingangsbereich fällt die doppelt gewendete Treppe auf. Sie beginnt nicht am Eingang, sondern führt vom Zentrum der Diele nach oben.

Erster Anlaufpunkt bei Viebrockhaus: der Musterhauspark in Bad Fallingbostel. Das Maxime 300 mauserte sich schnell zum Favoriten. Das klassische Einfamilienhaus mit Satteldach bot ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Und die Beratung überzeugte die kritischen Besucher von Anfang an: »Sie war ruhig, sachlich und kompetent. Wir erhielten viele Ideen, die wir gern aufgegriffen haben.« Für die Wohnbedürfnisse der Broermanns wurde der Basisentwurf um einen Meter verlängert, sodass die Familie auf eine Wohnfläche von rund 160 Quadratmeter kam. »Auch bei der Grundrissgestaltung konnten wir ein paar Veränderungen einbringen, sodass das Haus für uns wie maßgeschneidert passt«, erzählt Nicole Broermann. Dazu gehört auch ein zweiter Hauseingang (mit identischer Tür wie beim Haupteingang), der direkt in den Hauswirtschaftsraum führt – »um immer trockenen Fußes ins Haus zu gelangen«, fügt der Hausherr hinzu. Im Eingangsbereich fällt die doppelt gewendete Treppe zum Dachgeschoss auf, die nicht direkt neben dem Hauseingang beginnt, sondern im Zentrum der Diele. 

Obergeschoss
Spielplatz: Im Dachgeschoss gibt es statt eines langen Flures eine große, helle Diele. Hier ist sogar Platz für ein Trampolin.

Im Dachgeschoss wollte die Baufamilie keinen klassischen schmalen Flur, sondern eine große Fläche, die dank zweier Dachflächenfenster besonders hell erscheint. Auch hier haben sie den Eingang zu einem der Kinderzimmer diagonal verlaufen lassen, um zusätzlichen Raum zu gewinnen. »Diese diagonalen Lösungen im Erd- und Dachgeschoss liefen bei uns unter dem Motto: Willst Du mehr, zieh die Wand quer«, erklärt Jens Broermann. Neben den beiden etwa gleichgroßen Kinderzimmern gibt es hier oben noch das Elternschlafzimmer und das großzügige Bad mit Wanne und Dusche. Der Dachboden ist für einen möglichen Ausbau vorbereitet und bekam schon im Vorfeld auf beiden Seiten ein schickes Dreiecksfenster verpasst.

Nicht nur diese Elemente machen das Äußere des Hauses unverwechselbar. Das traditionell verklinkerte Zuhausehaus erhält auch dank der anthrazitfarbenen Fenster einen individuellen, modernen Touch. Die Unterschläge der Dachgesimse sind mit pflegeleichten Kunststoffprofilen ausgeführt, denn in einer Sache waren sich die Bauherren besonders einig: »Uns war es wichtig ein pflegeleichtes Haus zu bauen!«

Die Bauphase verlief so abgestimmt, dass sie die Familie an den präzisen und getakteten Produktionsablauf in der Industrie erinnert hat. »Die Abstimmung mit unserem Bauleiter verlief hervorragend. Per Telefon und E-Mail konnten Fragen schnell geklärt werden«, sagt Jens Broermann, »Und selbst wenn mal etwas schief lief, wurde sofort und ohne Diskussionen reagiert – was in der Bau- und Handwerkerbranche leider nicht immer selbstverständlich ist.«

Der Wohn- und Essbereich
Platzgewinn: Die zweiflügelige Tür zum Wohn-Essbereich verläuft diagonal, sodass hier noch mehr Fläche entstand.
Die offene Küche
Offene Küche: Wer hier kocht, ist mittendrin im Trubel. Der Kontakt zu Familie und Gästen war den Bauherren von Anfang an wichtig.

Der Maschinenbaukonstrukteur hat schon viel gesehen und weiß, wovon er spricht. Da ist es auch kein Wunder, dass er dem Technikraum des Hauses von Anfang an die größte Aufmerksamkeit geschenkt hat: »Das Energiekonzept ist sozusagen mein Hobby«. Dass Viebrockhaus mit modernen Wärmepumpensystemen ausschließlich auf regenerative Energie setzt, findet er prima, mit der 9 kWp Photovoltaikanlage von SunPower und einer 10 kWh Hausbatterie sind er und seine Frau auch bei der Stromproduktion unabhängig von Stromanbietern und steigenden Preisen. In diesem leistungsstarken System geht nichts verloren: »Der selbst produzierte Strom wird entweder direkt verbraucht, oder in der Hausbatterie zwischengespeichert.« Sollte die Batteriekapazität ausgeschöpft sein, wird der von der Photovoltaikanlage erzeugte Gleichstrom direkt genutzt, um das Brauchwasser zu erwärmen. Erst wenn alle diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, speisen sie den Strom ins öffentliche Netz ein, was sich allerdings bei der inzwischen so geringen Einspeisevergütung kaum noch lohnt. »Der Eigenverbrauch hat in diesem System absolute Priorität«, lautet Jens Broermanns Fazit.

Blick auf das Haus vom Garten aus
Einladend: Am Abend erhellen LED-Leuchten die Klinkerfassade. Das abgeschleppte Dach schützt einen Teil der Terrasse vor Sonne oder Regen.

Das Thema Energiesparen ist für beide wichtig. Bei der Beleuchtung des Hauses, innen wie außen, setzen sie fast nur noch LED-Lampen ein. Und neu angeschaffte Haushaltsgeräte erfüllen alle die Energieeffizienzklasse A+. »Unser Ziel ist es, die laufenden Kosten für unser Haus langfristig niedrig zu halten. Dank der Erstattung unseres Stromversorgers und der Nutzung des selbst produzierten Stroms, zahlen wir für Strom und Heizung nahezu null Euro«, erklärt der Hausbesitzer sichtlich stolz.

Alles passt, da bleiben keine Wünsche offen. Doch Nicole und Jens Broermann blicken schon jetzt in die Zukunft: »Wir schließen nicht aus, in einer späteren Lebensphase, auch noch mal zu bauen.«