Keller bauen: Sinnvoll oder nicht?

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Eine Grundsatzfrage beim Hausbau ist die Frage nach dem Keller. Wird er überhaupt benötigt? Kostet er nur unnötig Geld? Reicht nicht auch ein Dachboden? Was sollten Sie bedenken, wenn Sie die Entscheidung abwägen, ob Sie Ihr Haus mit oder ohne Keller bauen?

Grundsätzliches zum Kellerbau

Ein wesentlicher Aspekt bei der Frage, ob Sie einen Keller bauen sollten, ist die Vergrößerung des Wohnraums. Ist das Grundstück klein, oder aber sieht der Bebauungsplan nur eine relativ kleine Fläche vor, die Sie bebauen dürfen, können Sie mit dem Bau eines Kellers die Wohnfläche Ihres Hauses vergrößern.

Bedenken Sie ferner, wenn Sie Pro und Contra abwägen, ein Haus mit Keller zu bauen: Nach oben können Sie Ihr Haus erweitern, sprich ein Dachboden lässt sich auch im Nachhinein (aus-) bauen. Für den Keller gilt das nicht. Wenn Ihr Haus erst einmal steht, ist eine Unterkellerung nicht mehr möglich! Die Entscheidung, ein Haus ohne Keller zu bauen, können Sie also nicht mehr revidieren. Ob der Keller sofort ausgebaut werden muss, ist eine andere, oft finanzielle Frage. Dies kann aber wie beim Ausbau des Dachbodens zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Wenn Sie keinen Keller bauen, verbauen Sie sich diese Möglichkeit…

Was außerdem dafür spricht, ein Haus mit Keller zu bauen: Die Investition, die Sie tätigen, wenn Sie einen Keller bauen, zahlt sich im Nachhinein aus, denn unterkellerte Häuser haben einen höheren Marktwert als solche ohne Keller!

Viele gute Gründe, einen Keller zu bauen

Keller werden höchst unterschiedlich genutzt. In normalen Mietshäusern, die jeder Wohneinheit einen wenige Quadratmeter großen Kellerraum zuordnen, gibt es viele Mieter, die ihren Keller höchstens einmal betreten, um ein ausrangiertes Möbelstück unterzustellen. Wer sein Eigenheim unterkellert, wird den Keller dagegen in den meisten Fällen häufiger frequentieren. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Haus ohne Keller zu bauen, bedenken Sie: Kellerräume bieten sich hervorragend für unterschiedliche Nutzung an:

  • Bringen Sie Elektrik/Hausanlagen unter.
  • Richten Sie einen Wäscheraum ein.
  • Lagern Sie Lebensmittel wie Konserven, Wein etc.
  • Stellen Sie Fahrräder unter.
  • Nutzen Sie den Keller, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, etwa Gästezimmer, Partykeller, Sauna oder Werkstatt

Was spricht dagegen, einen Keller zu bauen?

Natürlich gibt es auch Argumente, die Sie veranlassen könnten, darauf zu verzichten, einen Keller zu bauen:

  • Einen Keller gibt es nicht zum Nulltarif. Daher spielen die Kosten immer eine Rolle, wenn es darum geht, ob das Traumhaus mit oder ohne Keller gebaut werden soll. Wie hoch die Kosten für den Kellerausbau ausfallen, hängt neben der Größe des Kellers auch davon ab, welche Maßnahmen aufgrund des zu erstellenden Bodengutachtes nötig sind, um den Keller abzudichten. In jedem Fall dürfen Sie mit Kosten von einigen Hundert Euro pro Quadratmeter rechnen, wenn Sie einen Keller bauen.
  • Barrierefreiheit und Keller sind schwer vereinbar. Kellerräume sind häufig nur über wenig komfortable Treppen zu erreichen. Für ältere Personen und Menschen mit Gebrechen kann das zu einer erheblichen Reduzierung des Wohnkomforts führen. Die Kosten dafür, den Keller beispielsweise mittels Fahrstuhl barrierefrei zu gestalten, sind sehr hoch.
  • Licht ist in Kellerräumen Mangelware. Das ist bei Lagerräumen zu verschmerzen, für Wohnraum aber ein Makel. Schließlich trägt Tageslicht nicht unerheblich zu Ihrer Wohngesundheit bei. Solange die Kellerräume jedoch nicht zum Lebensmittelpunkt Ihres Hauses werden, ist dieser Aspekt wohl zu verschmerzen.
  • Kellerräume neigen dazu, feucht zu werden. In der Folge droht Schimmelbefall – fatal für die Wohngesundheit. Hier gilt also, die Luftfeuchtigkeit in den Kellerräumen so gering wie möglich zu halten, für ausreichend Belüftung zu sorgen und die Kellerwände nicht mit Möbeln vollzustellen. Wasser von außen (wenn Sie in einem Hochwassergebiet leben) kann ebenfalls zu großen Problemen führen.
  • Einen Keller zu bauen, bedeutet auch eine Verlängerung der Bauzeit. Bei Viebrockhaus gilt allerdings: Bei einem unterkellerten Haus verlängert sich die Bauzeit von 3 Monaten um maximal 4 Wochen.

Keller bauen – Fazit

Bei der Frage, ob Sie Ihr Traumhaus mit oder ohne Keller bauen, gilt es also, neben finanziellen Abwägungen andere Faktoren wie Vergrößerung der Wohnfläche, persönliche Befindlichkeiten, äußere Einflüsse wie den vorliegenden Bebauungsplan und vieles mehr einzubeziehen. Wir erörtern gern mit Ihnen gemeinsam, ob und wie Sie am besten ein Keller in Ihrem neuen Eigenheim bauen.

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