Zwei Premieren. Zwei Highlights: V3 Limited & Edition 900 II

Vorgaben und Möglichkeiten: So nutzen Sie Ihr Grundstück optimal

Der Bebauungsplan: Die rechtliche Basis des Hausbaus 

Er legt fest, was und in welcher Größe bebaut und wie genutzt werden darf: Für viele Grundstücke in Deutschland gibt es einen Bebauungsplan. Er bildet für BauherrInnen die Grundlage ihrer Planungen. Der Plan wird von der jeweiligen Gemeinde festgelegt und ist, gemeinsam mit dem Flächennutzungsplan, ein wichtiges Instrument der lokalen städtebaulichen Entwicklung. Wo kann man den Plan einsehen? Was passiert, wenn es keinen gibt? Und wie genau lässt sich das persönliche Traumhaus vorschriftsgemäß planen? Wir haben die Antworten auf all Ihre wichtigsten Fragen rund um die rechtlich einwandfreie Bebauung Ihres Grundstücks!

Haus mit Erkner

Was ist ein Bebauungsplan?

Wer eine Immobilie bauen möchte, muss sich an bestimmten Vorgaben orientieren. Im Normalfall wird von der zuständigen Gemeinde festgesetzt, wie genau das Grundstück bebaut werden darf. Diese Bebauungspläne sind rechtsverbindlich und können regional variieren, manche sind ausführlicher als andere. Meist regeln sie aber folgende Aspekte rund um die Hausplanung:

  • Art der baulichen Nutzung (zum Beispiel gewerbliche oder Wohnnutzung)
  • Maß der baulichen Nutzung (zum Beispiel Dichte und Höhe von Gebäuden)
  • Bauweise (zum Beispiel Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser)
  • Verkehrsflächen und Infrastruktur (zum Beispiel Straßen, Wege und Leitungen)
  • Grünflächen und Gemeinschaftseinrichtungen (zum Beispiel Spielplätze und Kindergärten)

Vorschriften für Ihr Bauvorhaben: So gehen Sie rechtlich auf Nummer sicher  

Bebauungspläne bilden die rechtliche Grundlage für jedes Bauvorhaben und sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Wer ein Eigenheim plant, sollte unbedingt schon vor Beginn der Entwurfsphase den Bebauungsplan des eigenen Grundstücks einsehen. Das sorgt für Planungssicherheit und hilft, teure Fehler oder Verzögerungen zu vermeiden.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Ansprechpartner sind immer das örtliche Bauamt oder die Stadtverwaltung; in vielen Kommunen stehen die Pläne mittlerweile auch online bereit.
  • Der Bebauungsplan sollte frühzeitig geprüft werden, um festzustellen, welche Vorgaben für Grundstücksnutzung, Gebäudegröße, Ausrichtung und Gestaltung gelten.
  • Ein Bebauungsplan besteht in der Regel aus zwei Teilen:
  • Die Planzeichnung (grafischer Teil) zeigt mit Farben, Linien, Symbolen und Zahlen, wie Grundstücke aufgeteilt und bebaut werden dürfen. Hier erkennt man zum Beispiel Baugrenzen, Baufenster, Flurstücknummern, Verkehrs- und Grünflächen.
  • Im Textteil (verbindliche Vorschriften) werden die grafischen Vorgaben erklärt und ergänzt – etwa zu Nutzung (Wohn-, Misch- oder Gewerbegebiet), erlaubter Geschossigkeit oder Gestaltungsvorschriften.

Städte und Gemeinden nutzen Bebauungspläne als zentrales Steuerungsinstrument, mit dem die Entwicklung einzelner Gebiete gezielt gelenkt wird. Im Regelfall bildet der Bebauungsplan die zweite Stufe der Bauleitplanung – aufbauend auf dem Flächennutzungsplan, der die grobe Nutzung im gesamten Gemeindegebiet vorgibt.

Achten Sie auf Folgendes:

  • Alle Vorgaben im Bebauungsplan sind rechtlich verbindlich.
  • Verstöße gegen die dort festgelegten Regeln ziehen Bußgelder, Baustopp oder im schlimmsten Fall sogar einen Rückbau nach sich.
  • Verstöße verjähren nicht und können auch Jahre später noch Konsequenzen haben.

Tipp: Informieren Sie sich bei Unsicherheiten frühzeitig beim Bauamt oder holen Sie professionellen Rat ein. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihr Haus wirklich alle Vorgaben erfüllt und das Bauvorhaben ohne unnötige Risiken genehmigt werden kann.

 

Kein Bebauungsplan vorhanden: So gelingt eine sichere Hausplanung 

In manchen Fällen existiert für ein Grundstück kein Bebauungsplan. Auch dann ist der Hausbau möglich – allerdings unterliegt er besonderen gesetzlichen Vorgaben und sollte sorgfältig vorbereitet werden:

Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Grundstück im Innen- oder Außenbereich liegt.

• Innenbereich: Nach §34 BauGB ist Bauen grundsätzlich erlaubt, wenn sich Ihr Vorhaben nach Art und Maß der vorhandenen Nachbarbebauung richtet und sich gut in die Umgebung einfügt.

• Außenbereich: Im Außenbereich regelt §35 BauGB die Zulässigkeit, die meist deutlich strengeren Anforderungen unterliegt. Hier dürfen im Regelfall nur sogenannte privilegierte Vorhaben (z. B. für Land- oder Forstwirtschaft) umgesetzt werden.

Halten Sie immer engen Kontakt zu Ihrer örtlichen Baubehörde:

• Lassen Sie prüfen, welche Regeln auf Ihr Grundstück zutreffen und ob zusätzliche Satzungen Anwendung finden.

• Klären Sie schriftlich, was für Ihr spezielles Bauvorhaben erlaubt ist und woran Sie sich orientieren müssen.

Holen Sie eine Bauvoranfrage ein, um Ihr geplantes Vorhaben verbindlich abklären zu lassen. So erhalten Sie frühzeitig Rechtssicherheit und können Ihr Bauprojekt gezielt planen.

Tipp: Auch ohne Bebauungsplan gibt es meist klare Anforderungen an die Erschließung und den Schutz des Ortsbilds. Kommunizieren Sie offen mit der Behörde und setzen Sie auf fachliche Unterstützung – so wird Ihr Hausprojekt sicher und rechtlich einwandfrei ermöglicht.

In diesem Zusammenhang: Viebrockhaus unterstützt angehende BauherrInnen umfassend und in jeder Bauphase – auch beim Kauf eines Grundstücks und beim Erschließen des Grundstücks!  

 

Der Viebrockhaus-Katalog

Der Viebrockhaus-Katalog

Bestellen Sie unseren kostenlosen Katalog, in welchem Sie auf über 300 Seiten alles Wissenswerte rund um unsere Häuser und Leistungen finden!

Beratung für Bebauungsplan

Bebauungsplan richtig lesen und verstehen

Einen Bebauungsplan zu lesen und korrekt zu interpretieren, stellt für viele BauherrInnen eine Herausforderung dar. Die Planzeichnung enthält zahlreiche Symbole, Linienführungen und Abkürzungen, die ohne Hintergrundwissen oft unverständlich bleiben. Darüber hinaus beinhaltet der Bebauungsplan einen Textteil, der weitere verbindliche Festsetzungen und baurechtliche Details enthält. Schon kleine Fehlinterpretationen – etwa zu überbaubaren Flächen oder vorgeschriebenen Gebäudehöhen – können zu teuren Verzögerungen oder sogar zu einem Baustopp führen.

Daher ist es ratsam, frühzeitig professionelle Unterstützung zu suchen. ArchitektInnen, BauingenieurInnen oder fachkundige BeraterInnen helfen nicht nur beim Verständnis der Planzeichnung, sondern auch bei der Deutung der Legende, der Einordnung von Nutzungsvorschriften und der Vorabprüfung Ihrer Bauwünsche. Sie wissen, worauf bei der verbindlichen Festsetzung (z. B. Dachform, Abstandsflächen, zulässige Nebengebäude) besonders zu achten ist und unterstützen auch bei Rückfragen mit dem zuständigen Bauamt.

Abschließend empfiehlt es sich, einen individuellen Beratungstermin zu vereinbaren und den eigenen Bauplan Schritt für Schritt gemeinsam mit einem Experten oder einer Expertin durchzugehen. So schaffen Sie eine rechtssichere Basis für Ihre Hausplanung und vermeiden böse Überraschungen im weiteren Verlauf Ihres Bauprojekts.​

Tipp: Berücksichtigen Sie auch das Umfeld Ihres Grundstücks und eventuelle Nachbargrundstücke – häufig sind sogenannte Baufenster und Abstandsregelungen relevant, die im Bebauungsplan ausgewiesen sind. Profis prüfen zudem gleich mit, ob künftige Anbauten (wie Carport, Garage oder Terrasse) oder Sonderwünsche von Beginn an eingeplant und genehmigungsfähig umgesetzt werden können.

FAQ: Bebauungsplan

Weitere Ratgeber rund um den Hausbau

Wie lässt sich ein Haus optimal planen? Welche Möglichkeiten gibt es im Bereich Nachhaltigkeit? Wie kann ich mein Eigenheim finanzieren? Bei Viebrockhaus finden Sie unterschiedliche Ratgeberthemen rund um Ihr Bauprojekt!

Nachhaltiges Bauen bedeutet, so umweltschonend wie möglich zu bauen. Alle Informationen rund ums Thema erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Nachhaltiges Bauen – Was bedeutet das?
Umgehen Sie unerwartete Kostenfallen beim Hausbau und lernen Sie detaillierte Einblicke in Kostenbereiche zum Thema Baufinanzierung kennen.
Baukosten
Welcher Architekturstil passt für Ihr Haus? In unserem Ratgeber beleuchten wir als Traditionsunternehmen für den Hausbau die verschiedenen Stile.
Architekturstile im Hausbau
Beratungstermin

Beratungstermin

Haben Sie bereits erste Ideen zu Ihrem Bauprojekt? Bringen Sie diese gern zum Beratungstermin mit. Wir freuen uns auf die gemeinsame Planung Ihres Viebrockhauses!